ok… Fussball war gesetzt. Seit Frank-Daniel denken kann, oder zumindest seit ich ihn kenne, spielte er Fussball. Einer Leidenschaft, die er bis zum heutigen Tag nachgeht (SAP-Theken-Mannschaft oder so). Aber das soll ja jetzt nicht Thema sein….
Schon früh fing Frank an sich darüber Gedanken zu machen, wie er sein Taschengeld aufbessern (und gewinnbringen investieren) könnte.
Auf der Suche nach lukrativen Einnahmequellen erschlossen wir im zarten Alter von handgestoppten 12 Jahren das Caddie-Dasein. Ein Fußballkollege hatte uns darauf aufmerksam gemacht. Das, so dachten wir damals, wär genau das Richtige für uns.
Nun, gesagt, getan. Auf zum Golfclub Baden-Baden (mit weniger gaben wir uns schon damals nicht zufrieden) und die Taschen geschultert.
So begann also Franks “Berater-Karriere”. Zahlreiche Menschen haben im Laufe der Jahre auf unsere (nahezu unverzichtbaren) Dienste zurückgriffen (F. Burda, Hr. Dambach, General Asmusen und leider auch die sechs Japaner, die morgens um 6 Uhr 18-Loch spielen wollten und wir zu zweit die Taschen schleppen durften!). Das -zumindest für uns- Wichtigste aber war: wir entwickelten uns zu Semi-Professionellen Golfspielern. Naja, Frank zumindest.
Ich hoffe Frau Ickert liest das jetzt nicht: aber es gab den ein oder anderen Montag, an dem wir uns im Schulbus trafen – gemeinsam feststellten, dass wir eigentlich so gar nicht in Lehrstimmung wären und spontan in die Linie 5 umstiegen, zum Golfplatz hochfuhren und den ganzen Vormittag Golf spielten. Montags war Caddie-Tag – und den nutzten wir reichlich…
So ergab es sich, dass FDI zum tatsächlich pasablen Golfspieler wurde. Und nationale Größen wie Michael Weber (Kurz: Webbes), heute Head-Coach in Baden-Baden mit A-Lizenz, oder Christian Lüdemann (PGA Pro) in diversen Caddie-Turnieren schlug. Dies allein wäre nicht weiter schlimm gewesen – wenn er nicht Jahre später immer noch mit der Trophäe seines Triumphes rumgelaufen wäre: ein quietschbuntes Sweatshirt. Gelb – pink – grün und lila. Wenn mich nicht alles täuscht. Uaaarrrrr….
Aber aus dem Pro-Shop.
Ich für meinen Teil gewann -glaube ich zumindest- wenigstens mal das Putting-Turnier der C-Caddies! Mein gottgegebener Slice verhinderte weitere, internationale Erfolge.
Stichwörter für die Erinnerungen:
Tiefgarage Golfhotel – Nachtabschläge mit Leuchtball – Renovierung der Caddy-Hütte – “rückwärts fahr ich schneller…” – Lüde, Du und ich, Fussgängerzone + Mitglied des Clubs + Wienerwald – uvm.
Neben der ausfüllenden Tätigkeit als Caddie hatte Frank allerdings noch einen anspruchsvollen Nebenjob: er trug Zeitungen, bzw. Wochenblättchen aus.
Naja – genau genommen hatte das mit „tragen“ recht wenig zu tun. Wenn wir zu zweit waren (es entzieht sich meiner Kenntnis, ob er diese Technik auch anwandte, wenn er allein unterwegs war) wurden die journalistisch anspruchsvollen Titel einfach auf dem „Berg“ vor dem Haus verbrannt. Die schnellste und effektivste Form der “Erledigung” dieses Jobs.
Klingt einfach. War es aber nicht. Oder habt ihr schon mal versucht an regnerischen Tagen nasses Papier zu verbrennen???
Wie dem auch sei: die Aufstiegschancen von Frank Daniel waren in diesem Unternehmen äußerst beschränkt. Der Vertrag wurde dann auch überraschend nicht verlängert…
Für mich ist eines ganz klar: dies war der wahre Grund, warum FDI heute in Computer macht.
Wahrscheinlich.