Verfasst von: Michael | August 4, 2008

Reiseführer Tunesien

Tunesien (amtlich die Tunesische Republik) ist ein Staat in Nordafrika, der im Norden und Osten an das Mittelmeer, im Westen an Algerien und im Süden an Libyen grenzt. Sein Name ist von dem Namen seiner Hauptstadt Tunis abgeleitet. Tunesien ist das östlichste der Maghreb-Länder. Die größte vorgelagerte Insel ist Djerba (514 km²). Die Fläche des Landes ist doppelt so groß wie die Österreichs.

Für Ihre Reise nach Tunesien sollten Sie folgende Ratschläge und Hinweise beachten:

Sonnenschutz: Entgegen der in Tunesien verbreiteten Meinung schützt Bier nicht vor Sonnenbrand. Versuche am lebenden Objekt haben ergeben, weder die abendliche orale Einnahme, noch das morgendliche Einreiben der kalkweißen Haut zeigen hier eine ausreichende Wirkung.

  

 

Die Kleidung der Bedouinen ist lang und weit, so dass sie gut gegen Sand und Wind schützt. Die dunkle Farbe (Schwarz oder dunkelblau) kühlt die Leute… jaja, tönt unglaublich, aber der Effekt ist so:
Die Sonne heizt zwar schwarze Stoffe mehr auf als helle, aber die Temperatur der Haut darunter (! lockere Kleidung) bleibt gleich. Dafür entsteht in den weiten, dunklen Kleidern ein Luftzug, weil die warme Luft schneller steigt.

 

 

Die Altweltkamele (im Bild rechts) sind eine Säugetiergattung, die sich in zwei Arten aufteilt: das Trampeltier oder Baktrische Kamel (C. bactrianus), das sich durch zwei Höcker auszeichnet und das Dromedar (C. dromedarius), das nur über einen Höcker verfügt. Wenn auch diese Tiere umgangssprachlich oft einfach als „Kamele“ bezeichnet werden, so gehören zur zoologischen Familie der Kamele (Camelidae) auch die in Amerika lebenden Neuweltkamele (Guanako, Lama, Alpaka und Vikunja).

Die Ähnlichkeit der Wüste und des Meeres in ihrer Weite und Lebensfeindlichkeit sowie das Schaukelnde ihres Ganges bescherte den Altweltkamelen den Beinamen Wüstenschiff, da man lange Zeit nur mit Kamelen als Transportmittel in der Lage war, die Wüste zu bereisen.
  

Sonnenbrand: Durch die ständige Sonneneinstrahlung besteht in Tunesien eine erhöhte Sonnenbrandgefahr. Hat es jemanden erst erwischt, erfolgt entsprechend der beteiligten Hautschichten eine Einstufung in der Verbrennungen in:

  • 1. Grad: Rötung und leichte Schwellungen der Haut, Schmerzen, Epidermis betroffen, vollständig reversibel
  • 2. Grad: Blasenbildung, starke Schmerzen, Epidermis und Corium betroffen, vollständige Heilung (2a) oder mit Narbenbildung (2b, bei tiefer Dermisbeteiligung)
  • 3. Grad: schwarz-weiß-Nekrosen, keine Schmerzen, da Nervenendungen zerstört. Corium und Subkutis betroffen, irreversibel

Eine zweit- bis drittgradige Verbrennung kann ab 10 Prozent verbrannter Körperoberfläche beim Erwachsenen und ab 5 Prozent verbrannter Körperoberfläche beim Kind zum lebensgefährlichen Schock führen. Die Toleranz ist stark abhängig von Allgemeinzustand und Alter des Patienten.

 

Gastfreundschaft: Tunesien ist das Land der Gastfreundschaft. Touristen werden offenherzig begrüßt und wie eigene Angehörige in den Kreis der Familie aufgenommen. Auch das letzte Gramm wird mit Freunden geteilt. Jedes noch so hohe Risiko wird auf sich genommen, um den Rausch der Gastfreundschaft mit den euphorischen Gästen zu teilen.

 

Aus Rücksicht gegenüber der Tunesischen Mentalität sollte möglichst darauf verzichtet werden, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Nutzen Sie die dafür vorgesehenen Sitzmöglichkeiten.

 

Eine Shisha ist eine Wasserpfeife arabischen Ursprungs. Im Gegensatz zur Bong raucht man in der Shisha meist Tabak mit Fruchtaromen oder ähnlichen Geschmacksrichtungen. Die Ursprungsform des Wortes ist persisch shishe (شيشه) „Glas„. Das Wort gelangte ins Türkische (şişe „Flasche“) sowie ins Arabische, wo es in den nordafrikanischen Dialekten des Arabischen den Glaskörper der Wasserpfeife sowie die Pfeife insgesamt bezeichnet. Im Türkischen nennt man die Pfeife nargile, was auf das persische Wort nargile (نرگيله) „Kokosnuss“ und letztlich auf das Sanskrit-Wort nārikela zurückgeht; dies bedeutet ebenfalls „Kokosnuss“ und deutet darauf hin, dass die Pfeife aus Indien stammt und aus Kokosnüssen hergestellt wurde.

  

Musik: Tunesien ist vor allem bekannt für die Musikrichtung des Malouf, welche andalusische Flüchtlinge nach der spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert mitbrachten. Malouf wird von kleinen Orchestern gespielt, bestehend aus Violine, Flöte, Trommel, Sitar und Laute (Oud). Modernes Malouf hat einige Elemente der Berber-Musik im Rhythmus. Baron Erlanger ist eine wichtige Figur der modernen tunesischen Musik. Er sammelte die Regeln und Geschichte des Malouf, welches 6 Bände füllte, und gründete eine Rachidija, ein wichtiges Konservatorium, welches heute noch genutzt wird.

 

Entspannung: Durch das Überangebot an kulturellen und sportlichen Highlights in Tunesien, kommt es des Öfteren zu akutem Erschöpfungszustand der Urlauber.  Durch gezielte Entspannungsphasen kann diesem Burn Out Syndrom entgegen gewirkt werden, bevor es – oft erst beim Rückflug – ungemindert ausbricht.

 

 

 

Alles in allem, Tunesien ist eine Reise wert.

Länderbewertung:

aus:
Alter:
Reisezeit:
Dauer:
Deutschland
25 Jahre (damals)Juni 1995
1 Woche
Reiseart:
Verreist als:
Kinder:
Gebucht über:
Partyurlaub
Trio
bald
Mastercard
Weiterempfehlung:
Bewertungs-Ø:
bereits gelesen:
Ja
5.3
107 mal

Antworten

  1. Köln – 04.08.2008

    Wie wir aus zuverlässigen Quellen erfahren haben, verdichten sich die Gerüchte, dass eine Wiederholung im Rahmen des TraSeTri durchaus für möglich gehalten werden darf.

    Wir halten Sie auf dem Laufenden.


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